Track-Liste:
- 1Promised land
- 2There's more
- 3Don't touch me tomato
- 4Crying alone
- 5St. Louis Boogie
- 6Illusions
- 7Blind
- 8Tell me the truth
- 9Bel ami
- 10Two colors
- 11Sehnsucht
- 12Deve ser amor
- 13Mercury Blues
- 14Ungewissheit
Kritik Concerto 2/2004
Edwin Kimmler ist ein Phänomen. Multiinstrumentalisten sind ohnehin schon selten genug, aber wie viele Musiker kennt man eigentlich , die Piano, (Slide)Gitarre und Harmonika derart beherrschen, dass sie jeweils auch als Solisten erstklassige Figur abgeben?
Nun denn, Kimmler fügt zu alldem noch ein mehr als nur passables Kompositionsgeschick hinzu und garniert dies mit einer auffälligen Stimme. Der 42jährige aus dem bayrischen Landshut mischt wieder Blues, Boogie, Ragtime und etwas lateinamerikanisches Flair zu einem schwungvoll bis besinnlichen Gebräu, das verschiedensten Geschmacksnerven munden dürfte.
Spielfreude und technische Brillanz fließen zueinander, münden in berührenden Augenblicken wie der faszinierenden Gitarrenballade “Blind”, um danach etwa mit “Tell Me The Truth” das Tanzbein zu aktivieren oder bei “Bel Ami” mit beiden Augen zu zwinkern. Gerade der zuletzt angeführte, immer wieder aufkeimende Spaßfaktor verstärkt Kimmlers Eigenständigkeit ungemein. Was auf Tonträger schon überzeugt, dürft live wohl den Atem rauben. Ein Phänomen eben! -DiHo-
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